Schröpfen

Das Schröpfen ist eine der ältesten medizinischen Anwendungen, die sich bei nahezu allen Kulturvölkern findet. Das Prinzip ist die Erzeugung von Unterdruck in einem Gefäß, das dann auf die zu behandelnde Stelle am Körper aufgesetzt wird. Es kommt lokal zu einer stärkeren Durchblutung der Haut, zum Teil bis zur Bildung eines leichten Hämatoms.

Während früher Tierhörner und später Gefäße aus Metall oder Ton benutzt wurden, sind heute Schröpfgefäße aus Glas oder Kunststoff üblich. Bei letzteren wird das Vakuum nicht mehr durch Verbrennen des Sauerstoffs erzeugt, sondern durch elektrische Geräte, die sich dadurch auszeichnen, dass der Unterdruck individuell sehr genau geregelt werden kann.

Durch die Wahl der Methode wie trockenes und blutiges Schröpfen oder eine Schröpfmassage kann man auf individuelle Beschwerden eingehen, eine deutlich verbesserte Durchblutung schmerzender Bereiche erzielen, wodurch die lokale Stoffwechseltätigkeit aktiviert und die Sauerstoffversorgung verbessert wird.